Ob im Berufsleben, in der Beziehung zu anderen oder als einfache Begegnung auf der Straße: Selbstbewusste Menschen ragen durch ihre Ausstrahlung sofort heraus und es scheint so, als würde das Universum sie sogar noch darf belohnen. 

Vielen Menschen, insbesondere Frauen, fehlt es an dem Vertrauen zu sich selbst und den eigenen Stärken. Warum das so ist und welche psychologischen Ursachen dahinter stecken, haben wir bereits in dem Beitrag: „KNOW YOUR WORTH – über Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen“ besprochen . 

HIER erfährst du nun, was DU tun kannst, um noch sicherer durch die Welt zu gehen und auch zu Menschen zu gehören, die aufgrund ihres Selbstbewusstseins aus der Masse herausstechen. 

1. Wer bin ich und was will ich? 

In dem oben genannten Artikel, haben wir festgestellt, dass das „Selbstbewusstsein“ in der Psychologie einige grundlegende Fragen behandelt und das Fundament eines starken Selbstvertrauen bildet.

Darunter fallen beispielsweise Fragen wie: Wer bin ich? Was macht mich aus? Was will ich vom Leben? Was sind meine Stärken und Schwächen? Nach welchen Werten richte ich mein Leben aus? 

Sicherlich hast du dir bereits viele Gedanken um diese Fragen gemacht. Wenn das der Fall ist, und du alles ohne zu zögern beantworten kannst, spricht das bereits für ein vorhandenes Bewusstsein deines Selbst.

Falls nicht, kann ich dir wirklich empfehlen, dich an einen ruhigen Ort zu setzen, dich gedanklich konstruktiv damit auseinanderzusetzen und die Fragen alle nach und nach schriftlich zu beantworten. Wichtig ist, dass du dir auch wirklich Gedanken dazu machst und Antworten darauf findest.  Denn diese Antworten bilden letztlich den Bauplan deines Selbst.

Zusätzlich hilft dir das Aufschreiben dabei, diesen Vorgang des „Bewusst-Werdens“ zu festigen. 

Kleiner Tipp: Das Schreiben allgemein hat eine wundersame Wirkung auf das psychische Wohlbefinden des Menschen. Über das aktive Schreiben erleben wir einen kreativen Vorgang, in dem wir unsere Gedanken und Gefühle aus mehreren Perspektiven reflektieren und anschließend ordnen können.

Indem wir einen Gedankengang nicht nur denken, sondern auch wirklich niederschreiben und sortieren, verarbeitet unser Gehirn diese sonst so flüchtigen Gedankenfetzen auf der bewussten Ebene zu einem Großen und Ganzen. Zudem dient es bei Stress als Ventil und sorgt dafür, dass wir uns anschließend erholt und entlastet fühlen. 

Dieses Phänomen des Schreibens wird in der Welt der Psychologie groß geschrieben und dient nach wie vor als sehr wirksame Selbsttherapie. 

2. Sei dir deiner Stärken bewusst 

In unserer Gesellschaft wird grundsätzlich mehr mit Kritik als mit Lob gearbeitet. Das spiegelt sich in vielen verschiedenen Bereichen wieder – beispielsweise im Arbeitsleben, in der Erziehung oder auch in den meisten unserer Beziehungen.

Dabei werden häufig die Schwächen in den Vordergrund gestellt, weil man ja an diesen mehr feilen sollte. Die Stärken wiederum werden vielleicht bemerkt, aber selten angesprochen – denn sie sind bereits vorhanden und nicht mehr ausbaubedürftig.

Deshalb ist es umso wichtiger, dass DU dir bewusst machst, über welche Stärken du verfügst! Natürlich ist es von Vorteil zu wissen, was dir nicht wirklich liegt. Doch für dein Selbstbewusstsein und deine persönliche Entwicklung ist es von viel größerer Relevanz, zu wissen, was dir besonders GUT liegt.

Denn sich über das Negative seiner Persönlichkeit zu identifizieren, hat einen Menschen noch nie glücklich, erfolgreich oder selbstbewusst gemacht. Erst die Fokussierung auf die eigenen Stärken bildet einen wichtigen Teil eines stabilen Selbstbewusstseins aus. 

3. Kraftwörter „ICH BIN“ … richtig nutzen 

In unserer von Minderwertigkeitskomplexen geplagten Gesellschaft tragen die meisten Menschen statt motivierender Affirmationen, eher negative Glaubenssätze mit sich. Faktisch belegt ist in der Neuropsychologie: Je häufiger wir einen Gedanken denken und ihn wiederholen, desto mehr Einfluss hat dieser Gedanke auf unsere Stimmung, unser Verhalten und letztlich auf unser Umfeld.

Sprich: Wenn du dir ständig einredest: „Ich bin hässlich und schaffe eh nichts.“, wird dich und deine Realität langfristig genau das erfüllen. Denn über Sätze die mit „Ich bin..“ beginnen, identifiziert sich unser Gehirn auf der Stelle. Somit finden diese Worte besonders viel Beachtung bei unseren Verarbeitungsprozessen. 

Aufgrund dessen ist es ratsam, seinen „inneren Kritiker“ stimmlos werden zu lassen und sich lieber auf positive Affirmationen zu stützen. Probier es doch mal mit: 

Ich bin glücklich und liebe mein Leben.

Ich bin stark und liebe meinen Körper, wie er ist.

Ich bin voller Lebensenergie und das Leben, das ich führe, begeistert mich. 

Ich bin wertvoll und meine Umgebung schätzt mich. 

Ich bin erfolgreich und dankbar, für all das, was ich bereits erreicht habe. 

Wenn du diese Sätze täglich wiederholst, wirst du bemerken, dass dein Selbstwertgefühl innerhalb kürzester Zeit steigt. Doch nicht nur das:  Deine Sicht auf gewisse Dinge verändert sich von Grund auf und du fängst an, viel glücklicher durchs Leben zu gehen. 

4. Richtige Körperhaltung einnehmen 

Unsere Körperhaltung gibt in der Regel Preis darüber, ob wir niedergeschlagen oder gut gelaunt sind. Stell dir für einen Moment vor, wie ein Mensch auf dich wirkt, der mit einer gebeugten Körperhaltung auf dich zukommt? Richtig, derjenige wirkt schwach, unsicher und unterlegen. 

Deine Haltung hat jedoch nicht nur einen wesentlichen Einfluss darauf, wie du auf andere wirkst. Sie bestimmt ebenfalls, wie DU dich fühlst. Deine Körpersprache färbt somit nicht nur auf eine Außenwelt, sondern insbesondere auf dein eigenes Gemüt ab.

Wenn du also einen stolzen aufrechten Gang einnimmst, versicherst du sowohl deiner inneren, als auch der äußeren Welt: „Ich bin selbstbewusst und stolz.“

Nicht nur deine Gestik, sondern auch deine Mimik, stehen im ständigen Kontakt mit deinem Gehirn und senden Signale aus. Ähnlich wie mit der Haltung, verhält es sich auch mit dem Lächeln.
Selbst wenn es gerade keinen besonderen Anlass gibt, stolz und glücklich zu sein, denkt dein Gehirn es gäbe wohl einen – denn deine Brust ragt hervor, dein Kopf ist gerade und du lächelst.

Hierbei wird eine dicke Portion des Hormons Testosteron freigesetzt, welches sich beispielsweise in Selbstvertrauen, Ehrgeiz und Dominanz widerspiegelt. Auf diese Weise steigt dein Selbstwertgefühl in Sekundenschnelle. 

5. Weniger Angst, mehr Mut!  

Der letzte, und wohl schwierigste Schritt, ist die Überwindung von Ängsten. An sich dient unser Angstinstinkt aus Evolutionssicht dazu, um uns vor Gefahren zu schützen. Doch was ist, wenn keine wirklichen Gefahren existieren und wir diese nur über unser Gehirn, sprich über unsere Vorstellungen, auf unsere Umwelt projizieren? 

Das lustige an Ängsten ist: Genau so ist es in den meisten Fällen. Ängste entstehen im Gehirn. Indem du dir die schlimmsten Szenarien immer wieder ausmalst, denkt dein Gehirn, es sei deine Realität. Dadurch setzt du jede Menge Stresshormone wie Kortisol und Kortison frei, doch auch die Nervenbotenstoffe Adrenalin und Noradrenalin.

Normalerweise werden diese Hormone fortlaufend in kleinen Mengen in das Blut abgegeben. In Stress- und Angstsituationen kommt es allerdings zu einer hochdosierten Ausschüttung. Da sich der Körper in einem Alarmzustand befindet, sendet er alle gespeicherte chemische Energie an deine Körperzellen, um die Muskeltätigkeit anzuregen. Logische Denkvorgänge werden in diesem Prozess unterdrückt bzw. blockiert. Stell dir vor, was in deinem Körper vorgeht – nur weil du gerade „fantasierst“.  

Wenn du im Gegenzug auch mal über deinen Schatten springst und dich Dinge traust, die du zuvor niemals getan hättest, steigt auch hierbei wieder der Testosteronspiegel. Im ständigen Wechselprozess wirst du auf Dauer mutiger, widerstandsfähiger und stärker. Man sagt nicht umsonst: Mach jeden Tag eine Sache, vor der du Angst hast! 

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