Mir gezielt etwas zu gönnen, weil ich den ganzen Tag konsequent auf meine Ernährung geachtet habe – das fühlt sich wirklich gut an. Aber was passiert, wenn ich von jetzt auf gleich innerhalb von zwei Minuten die ganze Tafel Schokolade verschlinge? Und eine zweite hinterher. Und dazu noch zwei Maxi Kings. Und die halbe Tüte Gummibärchen? „Die wird mir sicherlich auch nicht mehr schaden.“ Nun war die ganze Mühe eh umsonst und ich bestelle mir zum krönenden Abschluss eine Pizza Calzone mit extra Käse.

Klingt absurd, so sieht allerdings der Alltag vieler Menschen aus. Und auch ich hatte in der Vergangenheit, als ich hinsichtlich der Ernährungsphysiologie noch recht wenig Erfahrung hatte, ständig mit Fressattacken zu kämpfen. Als sich diese dann häuften, war ich der festen Überzeugung, dass es an meiner mangelnden Selbstbeherrschung lag. 

Die gute Nachricht ist: Wie die Muskeln, lässt sich die Selbstbeherrschung trainieren. Wer sich im Alltag immer wieder selbst fordert, bildet nach einigen Wochen eine gewisse Disziplin in der Sache aus.

Ob du einer Hungerattacke verfällst oder nicht, hängt allerdings nicht allein von dieser Fähigkeit ab. Denn sicherlich hattest du auch schon Momente, wo du eisenfest davon überzeugt warst, das Stück Kuchen nicht zu essen und den Tag irgendwie durchzuhalten. Und am Ende, landete nicht nur das Stück im Magen, sondern direkt der ganze Kuchen.

Was genau passiert also in diesem Moment mit uns?

Achterbahnfahrt des Insulinspiegels

„Es ist nicht dein Körper, der nach Nahrung und Zucker schreit, sondern viel mehr dein Gehirn.“

Als Schaltzentrale für alle wichtigen Prozesse im Körper, benötigt das Gehirn eine konstante Energiezufuhr, um exakt die Leistung zu erbringen, die wir von ihm erwarten. So kann unsere genaue Wahrnehmung und schnelle Reaktion nur dann funktionieren, wenn das Gehirn sich die Glucose, also den Einfachzucker, täglich aus dem Körper holen kann. 

Zahlreiche Studien über die Gewichtsabnahme beim Menschen belegen, dass sich nicht nur Fett und Muskelmasse reduzieren, sondern ebenfalls unsere Organe. Bis zu 40 % können sie leichter werden. Alle bis auf eins: Nämlich das Gehirn. Das Gehirn bleibt vom Gewicht her unverändert selbst in Hungersnöten, wenn der Mensch nur noch aus Haut und Knochen besteht. Das liegt daran, dass er als Schaltzentrale des Körpers seine eigene Versorgung sichert, bevor der Rest dann in den Körper gelangt. 

Damit das Gehirn also optimal funktionieren kann, stellt es eine tägliche Energiezufuhr sicher. Um das gewährleisten zu können, misst das Gehirn unaufhörlich den Blutzuckerspiegel. Genauer gesagt ist es der Hypothalamus, der als Kontrollinstanz agiert und Alarm schlägt, wenn der Spiegel tendenziell sinkend ist. Um das weiter Absinken des Spiegels zu vermeiden, handelt er sofort und nutzt alle naheliegenden Mittel, die ihm zur Verfügung stehen. Unter anderem das scheinbar aus dem nichts kommende Phänomen einer Heißhungerattacke. 

Mit der Zufuhr von Nahrung bekommt das Gehirn neue Glukose und sichert somit sein „überleben“. Um so schnell wie möglich an seinen Einfachzucker zu gelangen, trickst uns der Hypothalamus noch zusätzlich aus und macht uns insbesondere auf die kurzkettigen Kohlenhydrate scharf, die in Weizenprodukten stecken, wie in Pizza, Gebäck oder Süßigkeiten.  

Dabei aktiviert er gleichzeitig alle unsere Sinnesorgane – der Grund, weshalb das Essen in diesen Momenten noch viel intensiver riecht und schmeckt. Es ist also nahezu unmöglich, sich gegen den Überlebenstrieb des eigenen Gehirns zu wehren. 

Da nicht nur körperliche Handlungen, sondern insbesondere auch geistige Tätigkeitenviel Glucose beanspruchen, sinkt der Blutzuckerspiegel, beispielsweise während der Uni-Vorlesungen oder auch in anstrengenden Sitzungen, bis in den Keller. Das merkst du spätestens dann, wenn du dich nicht mehr konzentrieren kannst und dir nur noch fettige Pommes vor Augen schweben.

Ein stabiler Insulinspiegel führt zur Gewichtsreduktion 

Damit möchte ich ausdrücken, dass Selbstbeherrschung nur bis zu einem gewissen Punkt ausschlaggebend ist. Ist der Blutzucker erst einmal wieder oben, hat man für eine kurze Zeit Ruhe. Doch dies hält auch nur so lange an, bis der Spiegel wieder anfängt zu sinken und der Hypothalamus erneut Alarm schlägt. Nun bleiben einem folgende Optionen: sich diesem Trieb hinzugeben, ihn mit allen Mitteln – wie ein Shaolin Mönch – zu beherrschen oder schlicht und ergreifend seinen Spiegel konstant zu halten.

Die letztere Methode scheint mir für die meisten am sinnvollsten. Denn von all den möglichen Optionen, erreicht man mit einem stabilen Insulinspiegel in punkto Abnehmen die höchste Erfolgsquote und der Aufwand ist vergleichsweise echt gering. Es gibt nur ein paar Kleinigkeiten, auf die man zu achten hat.

Willst du erfahren, wie du deinen Insulinspiegel ganz leicht Stabilität bekommst und nie wieder mit Heißhungerattacken kämpfen musst? Lies es hier nach: Heißhunger vermeiden – so gelingt es dir auf alle Fälle! 

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